Video: Die Intelligenz der Märkte

Unsere Investmentphilosophie

Unsere Investmentphilosophie richtet sich nach den folgenden Grundsätzen:

1. Realwirtschaft schafft Wohlstand

Kapitalmärkte und Unternehmen belohnen Anleger für das zur Verfügung gestellte Kapital in Form von Kursgewinnen und Dividenden. Unternehmen stehen untereinander im Wettbewerb um Investmentkapital, während Millionen von Investoren weltweit täglich um die attraktivsten Anlagemöglichkeiten konkurrieren.

2. Märkte funktionieren

Die Finanzmärkte sind effiziente Systeme. In den jeweiligen Wertpapierpreisen sind ständig alle am Markt verfügbaren Informationen einschließlich der Erwartungen und Vermutungen enthalten. Kein einzelner Investor besitzt gegenüber dem Markt einen verwertbaren Wissensvorsprung. Daher ist es nicht möglich, von falschen Marktpreisen zu profitieren. Eine systematische Über- oder Unterbewertung von Wertpapieren ist nicht nachweisbar.

3. Risiko und Rendite stehen in Beziehung

Risiko und Rendite sind untrennbar miteinander verbunden. Ohne Risiko kann es keine Rendite geben. Risikoreiche Anlagen müssen daher höhere Renditen erwarten lassen, wobei diese höheren Renditen nicht für jeden Zeitabschnitt garantiert sein können. Aktien zeigen langfristig die höchsten Renditen, weisen aber auch das höchste Risiko auf.

4. Dein Freund ist die Diversifizierung

Diversifikation bedeutet Streuung der Anlagegelder auf verschiedene Asset-Klassen, Regionen, Währungen sowie Laufzeiten bei festverzinslichen Wertpapieren und ist eines der wichtigsten Möglichkeiten zur Reduzierung von Rendite- und Wertschwankungen bei Wertpapieranlagen.

Wir vermeiden Diversifikationsfehler zum Beispiel dadurch, dass wir:

•   keine Anlage nur in deutschen oder westeuropäischen Standardaktien vornehmen, sondern
    eine weltweite Streuung bevorzugen.
•   keine Investitionen in mehrere aktiv gemanagte Aktienfonds tätigen, welche in die gleichen
    überlappenden Asset-Klassen anlegen, auch wenn diese Aktienfonds unterschiedliche Strategien
    verfolgen.
•   auch Asset-Klassen kaufen, die einzeln betrachtet relativ risikoreich sind, in einem Portfolio mit
    dem richtigen Mischungsverhältnis die langfristige Rendite erhöhen und das Gesamtrisiko verringern
    können.

5. Minimierung von Kosten

Die mit der Einrichtung eines Portfolios verbundenen Verwaltungs- und Transaktionskosten, die Abgaben und Steuern sowie die Wertpapierhandelskosten haben negative Auswirkungen auf Renditen. Wir suchen den kosteneffizientesten Weg, um Marktrenditen weitestgehend zu erhalten und verfolgen eine konsequente ,buy-and-hold‘-Strategie.

6. Die Struktur eines Portfolios erklärt Renditen

Die Auswahl der in einem Portfolio enthaltenen Asset-Klassen und deren Gewichtung hat, neben den Kosten, entscheidenden Einfluss auf die Rendite und das Risiko der Investition.

Unser Vorgehen leitet sich aus einem Sechs-Faktoren-Risiko-Preisfindungsmodell ab, das hauptsächlich auf der Arbeit der Professoren Eugene Fama (University of Chicago) und Kenneth French (Dartmouth University) beruht. Dieses Modell hat mit Erfolg die Risikofaktoren identifiziert und herausgearbeitet, die Anleger bei der Erstellung ihres Portfolios beachten sollten. Im Wesentlichen sind dies vier Faktoren (Markt, Unternehmensgröße, Unternehmenspreis und Profitabilität) zur Ableitung der Rendite einer Aktie und zwei Faktoren zur Ableitung einer Rendite für festverzinsliche Wertpapiere (Laufzeit und Ausfallrisiko).

Renditeerwartungen im Aktienmarkt können in vier Dimensionen zusammengefasst werden. Die erste besteht darin, dass Aktien riskanter als Anleihepapiere sind, aber größere Langzeitrenditen erwarten lassen. Die relative Leistung verschiedener Aktien wird durch drei weitere Dimensionen beeinflusst:

•   kleine Unternehmen haben eine höhere erwartete Rendite als große Unternehmen
•   niedrig-bewertete „Value“-Unternehmen rentieren über längere Zeiträume höher als
    wachstumsorientierte „Growth“-Unternehmen
•   Unternehmen mit höherer erwarteter Profitabilität haben eine höhere erwartete Rendite als
    jene mit niedriger erwarteter Profitabilität

Wirtschaftswissenschaftler erklären dies damit, dass der Markt die Preise von Small Caps und Value Aktien diskontiert, um das zu Grunde liegende Risiko widerzuspiegeln und glauben konsequenterweise, dass diese niedrigeren Preise Investoren mit der Möglichkeit einer höheren Rendite belohnen, wenn sie dieses Risiko eingehen.

Alle vorgenannten Dimensionen benutzen den Preis. Der Preis wird jedoch vom Markt gebildet, um die gewünschte erwartete Rendite zu erzielen. Um den Preis aus der erwarteten Rendite abzuleiten, müssen die erwarteten Cash-Flows für die Anleger diskontiert werden. Der Profitabilitätsfaktor bietet einen Weg, die erwarteten Renditen von Unternehmen mit ähnlichen preisbedingten Merkmalen zu verstehen. Wenn zwei Unternehmen zum selben relativen Preis handeln, wird das Unternehmen mit der höheren Profitabilität die höhere erwartete Rendite erzielen, falls alle übrigen Größen gleich sind.

Festverzinsliche Wertpapiere spielen auch eine wichtige Rolle im Portfolio. Je nach Risikoverhalten, finanziellen Anforderungen und Interessen eines Investors kann diese Rolle jedoch variieren. Ähnlich wie bei Aktien deutet die wissenschaftliche Forschung auf zwei Renditeprämien im Anleihebereich:

•   Laufzeit:
    Anleihen mit längerer Laufzeit haben eine höhere erwartete Rendite als kurzfristige Anleihen
•   Bonität:
    Anleihen mit niedriger Bonität haben eine höhere erwartete Rendite als hochwertige Anleihen

Daher können Investoren auch im Anleiheteil Ihres Portfolios höhere Renditen anstreben, in dem Sie z. B. die Gesamtlaufzeit des Anleiheportfolios verlängern oder Anleihen niedriger Kreditqualität halten. Diese Maßnahmen können durchaus angemessen sein. Höhere Renditen anzustreben bedeutet jedoch, dass - abhängig von Zinssatzentwicklungen, Preisschwankungen oder einer größeren Wahrscheinlichkeit eines Wertverlusts bei einem Ausfall des Emittenten - mehr Risiken in Kauf genommen werden müssen.

In einem Portfolio dienen die Anleihen als „Stoßdämpfer“, um die Gesamtvolatilität zu reduzieren und gleichzeitig, um Zinserträge zu generieren. Daher wird in diesem Segment das Vermögen u.a. in qualitativ hochwertige und kurzfristige festverzinsliche Anlagen investiert, was entscheidend zur Diversifikation des Gesamtportfolios beiträgt.

Unser Investmentprozess

Wir erstellen mehrere Modellportfolios mit dem Ziel, eine optimale Mischung von Anlageklassen zu erhalten, die auf die Erfordernisse der Risikoprofile einzelner Investoren unter Berücksichtigung ihres Zeithorizonts und Risikoneigung eingehen.

Wir diversifizieren Aktienportfolios über global entwickelte Märkte und Schwellenmärkte hinweg, mit einer erhöhten Gewichtung auf Small Cap und Value Werte, um die Rendite und das Risiko optimal abzubilden.
Wir investieren auch in kurzlaufende festverzinsliche Wertpapiere als Mittel zur Dämpfung der aus den Aktienportfolios herrührenden Volatilität.

Auf eine kostspielige aktive Anlagestrategie wird verzichtet. Wir fahren eine konsequente „Buy and Hold“-Strategie, die wir in Abstimmung mit Ihren Vorstellungen jährlich neu an die ursprünglich festgelegte Portfoliostruktur anpassen.

Wir sind dauerhaft investiert, da die Marktrendite nur so erwirtschaftet werden kann.
Wir nutzen institutionelle Investmentfonds, die zu unserer Philosophie passen, um so die mit „aktivem“ Fondsmanagement verbundenen Unwägbarkeiten und Kosten zu vermeiden.

Wir verzichten aus den nachfolgend genannten Gründen bewusst auf die Anlage in ETF’s:

•   Abbildung nur einer Asset-Klasse
•   inflexibel, da sture Aufgabenverfolgung
•   kein strukturiertes Rebalancing
•   keine maximale globale Diversifikation

Zusätzlich zu den oben genannten Gründen verzichten wir bewusst auf die Anlage in Aktienfonds:

•   Vermeidung von hohen Bestandsprovisionen, Erfolgsgebühren und Transaktionskosten
•   Vermeidung von Abhängigkeiten von Banken

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